{"id":283,"date":"2021-05-05T14:02:16","date_gmt":"2021-05-05T12:02:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schule-bewusstsein.com\/Wordpress\/?p=283"},"modified":"2021-05-05T14:17:32","modified_gmt":"2021-05-05T12:17:32","slug":"ich-bin-ein-ueberlebender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schule-bewusstsein.com\/Wordpress\/ich-bin-ein-ueberlebender\/","title":{"rendered":"Ich bin ein \u00dcberlebender"},"content":{"rendered":"<h1>Eine Hommage an Jean Gebser<\/h1>\n<p>Vortrag von Rudolf Kapellner<br \/>\n27.10.2018 anl\u00e4sslich der Vernissage von Gebser Band III in Bern.<\/p>\n<p>Zuerst bedanke ich mich f\u00fcr die Einladung, bei dieser Vernissage von Jean Gebsers \u201eSpielendem Gelingen\u201c sprechen zu d\u00fcrfen &#8211; es ist mir eine gro\u00dfe Freude und auch eine gro\u00dfe Ehre.<\/p>\n<p>Und dann auch meinen Dank an Elmar Sch\u00fcbl f\u00fcr die kurze aber gelungene Vorstellung meiner Person &#8211; dies ist keine so einfache Sache wie es zu sein scheint, kann ich es doch selbst nicht sagen, wer ich denn sei\u2026<\/p>\n<p>Ich werde in den kommenden wenigen Minuten drei Schwerpunkte setzen, allesamt beziehen sie sich auf die konkreten Ein- und Auswirkungen von Jean Gebsers Werk &#8211; allerdings in nicht strikt chronologischer, sondern eher thematisch verkn\u00fcpfter Weise<\/p>\n<ul>\n<li>auf meinem pers\u00f6nlichen Leben<\/li>\n<li>in meinem beruflichen Wirken<\/li>\n<li>auf andere Menschen, die in meinem Umfeld von mir \u00fcber Jean Gebser h\u00f6rten und dies in deren Wirkfelder einflie\u00dfen lassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gleich vorweg zu Beginn: Ich bekenne mich reuig, ich habe Werke von Jean Gebser zwar schon 1988 in den H\u00e4nden gehabt und auch in einem meiner ersten B\u00fccher 1992 mehrfach erw\u00e4hnt, aber nicht einigerma\u00dfen in seiner Tiefe und Konsequenz verstanden. Ich war zwar angetan gewesen, doch die wirkliche Begeisterung sollte erst Jahrzehnte sp\u00e4ter kommen &#8211; dies war und ist Elmar Sch\u00fcbls Verdienst seit dem Jahr 2016 &#8211; herzlichen Dank an ihn!<\/p>\n<p>Vieles von der praktischen Unm\u00f6glichkeit mich vorzustellen (wie Elmar es versuchte), wurzelt in meinem unbedingten wissen- und verstehen-Wollen von Allem &#8211; \u00a0was mich schon in der Jugend vor sich her getrieben hatte. Unf\u00e4hig, mich f\u00fcr ein einzelnes Studienfach zu entscheiden, wurden es dann drei &#8211; letztlich nur als ein studium irregulare unter dem Dach der Philosophie m\u00f6glich (damals waren die Universit\u00e4ten noch echte Wissens- und Entwicklungsr\u00e4ume und keineswegs so verschult und rigide wie heute). \u00dcbrigens: im Philosophiestudium kam Jean Gebser nicht vor\u2026.<\/p>\n<p>So studierte ich ab 1972 eine F\u00e4cherkombination mit einer selbst zusammengestellten Vorlesungsauswahl von Psychologie mit Nebenfach P\u00e4dagogik, lernte Nachrichtentechnik und Elektronik (sp\u00e4ter am Institut f\u00fcr Industrielle Elektronik, was es damals noch als eigenes Fach gab), Physiologie (ein Teilgebiet der Medizin), und schlie\u00dflich noch Philosophie des studium irregulare wegen.<\/p>\n<p>Damals wurde ich oft gefragt, was ich denn nun tats\u00e4chlich studiere, selbst von meinem Vater; meiner Aufz\u00e4hlung folgte fast immer ein verst\u00e4ndnisloses \u201eDas passt ja gar nicht zusammen!\u201c.\u00a0 Auf meine einfache Antwort \u201eja, aber gerade deswegen studiere ich es!\u201c erntete ich fast immer nur Kopfsch\u00fctteln.<\/p>\n<p>Doch so einfach war die ganze Angelegenheit doch nicht gewesen. Ein Beispiel:<\/p>\n<p>Als ich in der zweiten H\u00e4lfte der 1970er-Jahre an der Technischen Universit\u00e4t im Institut f\u00fcr Industrielle Elektronik schon als Studienassistent arbeitete und kurzfristig Labor\u00fcbungen unterrichtete, \u00e4rgerte ich mich \u00fcber die faulen Studenten, dass sie die doch so anschaulichen, kurzen Vorbereitungen nicht gelesen hatten. Um dann ein paar Stunden sp\u00e4ter zur Alten Universit\u00e4t r\u00fcber zu hasten und dort in der Psychologie (die ich noch nicht fertig hatte) mich \u00fcber die l\u00e4stigen Assistenten zu \u00e4rgern, die dauernd wollten, dass man ihre Vorbereitungen liest, wo ich doch keine Zeit hatte\u2026.<\/p>\n<p>Diese Widerspr\u00fcchlichkeit plagte mich lange. So lernte ich, dass diese Studienf\u00e4cher gleichzeitig ganz unterschiedliche Welten waren, und das nicht nur in fachlicher Hinsicht. Denn es geht mit jeder dieser F\u00e4cher eine je eigene Weltsicht und Welthandhabung einher: In der Technik ist alles klar und berechenbar; die Psychologie ist st\u00e4ndig unscharf und oftmals irrational (es \u201emenschelt\u201c), und die Medizin erschien mir oft mehr wie eine \u201emagische Heil-Zauber-Kunst\u201c denn eine Wissenschaft, wie die Technik sich zeigte.<\/p>\n<p>Zwischenzeitliche und auch in den sp\u00e4teren Jahren parallel dazu betriebene mehrj\u00e4hrige Ausfl\u00fcge in verschiedene Psychotherapien (Freud\u00b4sche Psychoanalyse, Neo-Reichianischen K\u00f6rpertherapien wie Bioenergetik, Biodynamik und Core-Energetics. NLP und auch Jung\u00b4sche Schattenarbeit bis am Ende Psychodrama mit Masken) erh\u00f6hten die innere Komplexit\u00e4t weiterhin kontinuierlich und drastisch und drohten mich phasenweise innerlich zu zerrei\u00dfen, ja sogar zu zersplittern. Dabei folgte ich doch nur meinen inneren Interessen\u2026.<\/p>\n<p>Doch solche interdisziplin\u00e4ren Studien \u00f6ffnen nicht nur den Raum\u00a0<em>zwischen<\/em>\u00a0den F\u00e4chern (\u201einter\u201c), sondern noch einen viel gr\u00f6\u00dferen Raum \u201e<em>drum herum<\/em>\u201c (\u201etrans\u201c). Die Herausforderung war, ein Innenleben zu entwickeln, das mir all diese selbstgew\u00e4hlten Welten in mir aushalten und ertragen lie\u00df und letztlich zu integrieren erlaubte.<\/p>\n<p>Denn die Frage dahinter lautete: Wer oder was bin ich nun wirklich? Bin ich Techniker, Psychologe, Physiologe, Hirnforscher (wie in den Jahren 1976 bis 1995), oder Unternehmer, Consultant, Coach, gar Therapeut? Ich vermochte es nicht zu sagen, weder mir selbst noch anderen &#8211; war ich alle? keiner? oder blo\u00df eine \u00fcble, vielleicht sogar kranke Vermischung? oder nur von Zeit zu Zeit?<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung musste wohl sein: nicht Ichlosigkeit (ich habe gar kein Ich, das sich zu verorten dr\u00e4ngt), sondern Ichfreiheit: die freie Wahl, eine (letztlich: jede) Identit\u00e4t f\u00fcr eine bestimmte Weile oder je nach Gelegenheit annehmen zu k\u00f6nnen, frei von Anhaftungen, je nach N\u00fctzlichkeit und je Umfeld. Doch: ich bin die alle eben nicht, auch wenn ich sie bin, obwohl ich sie ja gar nicht sein will &#8211; wer also w\u00e4re ich dann am Ende?<\/p>\n<p>Nun, einfach: der, der ich bin. Und auch nicht.<\/p>\n<p>War das schon eine Anmutung eines aufziehenden integralen Bewusstseins? gar eines\u00a0<em>advaita<\/em>?<\/p>\n<p>Das war mein Weg in den j\u00fcngeren Jahren, den ich etwas sp\u00e4ter von Jean Gebser auf so wunderbare Weise aufgerollt bekam, samt zahlreichen weiteren Impulsen und Erl\u00e4uterungen, wie den Begriff \u201esouver\u00e4ne \u00dcberwachheit der Ichfreiheit\u201c (S172), die mich leiteten und auch erleichterten (\u201eenlightened\u201c), also \u201elichteten\u201c.<\/p>\n<p>Gegen Ende des Studium, das in Summe immerhin 11 Jahre gedauert hatte, wiewohl ich die ganze Zeit \u00fcber auch gearbeitet hatte (vorwiegend an der Technischen Universit\u00e4t, aber auch in der Univ. Klinik f\u00fcr Psychiatrie) erkannte ich, dass es f\u00fcr meine Qualifikationen keine vorgefertigte Arbeitsstelle geben w\u00fcrde. Also machte ich mich 1985 als Unternehmer selbst\u00e4ndig und gr\u00fcndete in Wien das Seminarzentrum\u00a0<em>Focus<\/em>\u00a0(sp\u00e4ter, ab 2014 dann\u00a0<em>Bewusst Sein im Fokus<\/em>) f\u00fcr Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung und Bewusstseinskultur (das erste dieser Art in Wien). Im\u00a0<em>Focus<\/em>\u00a0setzten wir jedes Semester ganz bewusst deutlich andere inhaltliche Schwerpunkte und organisierten mit gro\u00dfen Lehrern und Meistern aus aller Welt vielf\u00e4ltige und verschiedenste Veranstaltungen. Weiters erweiterte ich meine Firma zu einem Beratungsunternehmen f\u00fcr \u00f6konomische Zukunftsstrategieentwicklung, mit dem ich gen\u00fcgend Geld verdiente, um das Seminarzentrum auch immer wieder quersubventionieren zu k\u00f6nnen &#8211; war doch solcherartige Bewusstseinsarbeit zu dieser Zeit pure Pionierarbeit mit wiederkehrenden monet\u00e4ren Verlusten.<\/p>\n<p>1988 lernte ich Gebsers Werk erstmals (oberfl\u00e4chlich) kennen, ohne dessen Tiefe (wie schon eingangs erw\u00e4hnt) wirklich zu erfassen &#8211; selbst wenn Gebsers Anleitungen\u00a0<em>die<\/em>\u00a0Hilfestellung und Orientierung gab, die wir alle damals so sehr gebraucht h\u00e4tten.<\/p>\n<p>So konnte ich &#8211; ohne \u201eAsien l\u00e4chelt anders\u201c zu kennen &#8211; meine Begegnungen mit asiatischen Lehrern und Meistern einigerma\u00dfen handhaben &#8211; wie den alten Japaner, bei dem ich die Kampfkunst Ken-Juitsu erlernte, die tibetischen Buddhisten, die mir das Bard\u00f6 Todol und das Karma Kagy\u00f6 nahebrachten, den Rinsei-Lehrer Genro Roshi oder das Tai-Chi der Shan-Buddhisten und das Tantra von Ajit Mookerjee und Swami Muktananda, um nur einige der wichtigsten Lehrer zu nennen.<\/p>\n<p>In meinem Leben gab es mehrere Stationen mit gro\u00dfen mehrj\u00e4hrigen internationalen Projekten. Doch viel fordernder wie fruchtbarer waren die durchlaufenden Linien, die ich in (mental-rational-wissenschaftlicher) Theorie, psychischer Praxis und st\u00e4ndigem Changieren zwischen den Welten durchlebte.<\/p>\n<p>Die Jahre im Seminarzentrum Focus lie\u00dfen mich wachsen und gleichzeitig oftmals im Sumpf von Vertauschung, Regression, Vermeidung und Verwirrung versinken. Wir hatten uns verpflichtet, jedes Semester einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt zu setzen und daf\u00fcr international anerkannte Lehrer, Wissenschafter und Meister einzuladen. Meine Lern- wie Erlebensm\u00f6glichkeiten waren riesig &#8211; machte ich doch das zum Vollzeitberuf, was andere nur in ihrer Freizeit betrieben: Selbsterfahrung, Bewusstseinserfahrung, Trancen, Meditationen\u2026 so lernte ich zahlreiche Bewusstseinspraktiken kennen, wie schamanische Praktiken, einige Yoga-Arten, verschiedene Meditationsformen, Tai Chi und Shan Buddhismus, Sufismus, hypnagoge Trancen, Encounter, Rhythmusarbeit, Tantra u.v.a.m.<\/p>\n<p>Wichtig war mir immer, dass all dies nicht nur eine \u201ementale Frage\u201c sei, sondern immer zumindest ein Neben- oder Hintereinander oft h\u00f6chst widerspr\u00fcchlicher Konzepte und Praktiken. Offen f\u00fcr (fast) alles, religi\u00f6s und politisch neutral, durfte dies alles im Seminarzentrum Focus lebendig sein, solange es unseren sehr hohen Qualit\u00e4tsanforderungen entsprach. Doch w\u00e4hrend die Besucher sich ihre Veranstaltungen entlang ihrer pers\u00f6nlichen Themen ausw\u00e4hlten und dann wieder gingen, setzte ich mich fast allen dieser Themenr\u00e4ume in Theorie und Praxis fortgesetzt aus &#8211; und hatte wieder die Herausforderung des Gleichzeitigen jenseits einer rein rational-mentalen Struktur.<\/p>\n<p>Chaotische Lebenspraxis eines emergierenden integralen Bewusstseins, w\u00fcrde ich heute sagen. Ohne Gebsers Leitf\u00e4den w\u00e4re es unlebbar gewesen, ich w\u00e4re vielleicht sogar zerbrochen oder in Mystizismus versunken. So bin ich ein \u201e\u00dcberlebender\u201c.<\/p>\n<p>Mit Entwicklung und Bau einer h\u00f6chstpreisigen audiovisuellen<\/p>\n<p>Mind Machine zu Beginn der 1990er Jahre, der\u00a0<em>FOCUS 101\u00a0<\/em>(die heute noch eine Legende ist), kehrte die Technik wieder. Der damit in das Consulting von Vorst\u00e4nden gro\u00dfer einhergehende Einstieg gro\u00dfer Unternehmen wurde mir unter anderem in R\u00fcschlikon im Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) erm\u00f6glicht, wo ich anfangs der 1990er eine Konferenz \u201eMentale Fitness f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte\u201c gestalten und moderieren durfte. Mein erster gro\u00dfer Kunde war der Vorstand von Roche Pharma Schweiz in Basel gewesen &#8211; f\u00fcr meine Freunde in Wien im Zentrum f\u00fcr Bewusstseinskultur war das \u00fcbelster Verrat, arbeitete ich doch f\u00fcr den \u201eFeind\u201c Pharmaindustrie.<\/p>\n<p>Und: wieder eine Notwendigkeit, scheinbar nicht zu vereinbarendes integrieren zu m\u00fcssen in einer Gleichzeitigkeit von (scheinbaren) Gegens\u00e4tzlichem.<\/p>\n<p>Damals, Anfang der 1990er-Jahre kam im Business gerade das Thema \u201eMarken-Mythen\u201c auf. F\u00fcr meine Coachings und Consultings entwickelte ich eine Landkarte des Bewusstseins, die auch von Jean Gebser wie auch vielen anderen inspiriert war. Das Magische und das Mythische stand neben dem Logisch-Rationalen, f\u00fchrte zum Transrationalen und schlie\u00dflich zum Transpersonalen und zum a-logischen Bewusstsein. Was F\u00fchrungsmenschen damals kaum zu vermitteln war\u2026 doch angestrebt hatte ich es zumindest.<\/p>\n<p>Dennoch unzufrieden mit meinen selbst zusammengetragenen Landkarten suchte ich st\u00e4ndig weitere Landkarten und wurde vor allem in der Anthropologie f\u00fcndig. Ich konstruierte in den 1990er-Jahren ein aus etlichen wissenschaftlichen Modellen zusammengef\u00fchrtes Stufenmodell des Bewusstseins, das mich weitere 15, 20 Jahre leiten sollte. Doch aus den vier \u201eAnthropologischen R\u00e4umen\u201c von P. L\u00e9vy (Stamm: 50.000 Jahre; Territorium: 5.000 Jahre; Ware: 500 Jahre und Wissen: 50 Jahre) war damals schon klar, dass wir noch zu unseren Lebzeiten einen f\u00fcnften anthropologischen Raum aufziehen sehen und erleben werden &#8211; doch welcher w\u00fcrde es sein? Ich vertrat die Ansicht: es m\u00fcsse der Raum \u201eBewusstsein\u201c sein &#8211; doch: w\u00fcrde dieser dann 5 Jahre dauern, der n\u00e4chste dann 5 Monate usw. usf. &#8211;\u00a0 eine weitere tiefgehende Unzufriedenheit mangels eines kontextierenden und damit einbettenden theoretischen Bewusstseinsmodells.<\/p>\n<p>Eine der weiteren st\u00e4ndigen Linien meines Lebens wurzelte in der Lebenspartnerschaft mit Dr. Brigitte Sumetsberger. Sie war Physikerin, arbeitete an der Technischen Universit\u00e4t zu neuen Farblasertechnologien und bei der ESA an \u00a0Satellitenkommunikation &#8211; ich selbst hingegen war blo\u00df Techniker (noch dazu nur mit einem meiner \u201eBeine\u201c). Daher waren lange Diskussionen wie etwa \u00fcber Niels Bohrs Satz der \u201einterdependenten Komplementarit\u00e4t\u201c von Licht (Teilchen und Welle) aus den 1920er-Jahren an der Tagesordnung. Sie, die Physikerin, meinte, dies k\u00f6nne man nicht wirklich verstehen, hei\u00dft: mit dem Verstand erfassen, sondern nur rechnen (mit der Mathematik als Basis der Physik). Ich hielt dagegen, ich versuche genau dies zu leben: als \u201eInnentechnik\u201c den irrationalen Polarit\u00e4ts-Charakter (ein \u201eSymbolon\u201c), als \u201eAu\u00dfentechnik\u201c die rational-logische Gegensatz-Systematik (ein \u201eDiabolon\u201c), was sich gemeinsam nur in einer neuen, einer\u00a0<em>arationalen<\/em>\u00a0Lebensform umsetzen und verwirklichen l\u00e4sst. Sp\u00e4ter in ihrem viel zu kurzen Leben gelangte sie zu einer ebensolchen Haltung. Doch einfach war es niemals gewesen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber jetzt bei Gebser wieder zu lesen, war mehr als nur eine Best\u00e4tigung\u2026.<\/p>\n<p>Die lange Krankheit und der nachfolgende Tod meiner Frau Brigitte (mit der ich 27 Jahre meines Lebens verbringen durfte), zwang mich im Jahr 2013 mit fast 60 Jahren zu einem kompletten Neustart, da ich in den 12 Jahren vor ihrem Tod auch alles Berufliche mit ihr gemeinsam geteilt hatte.<\/p>\n<p>Der erste Schritt in ein neues Leben war Anfang 2015 mit der Gr\u00fcndung einer Akademie f\u00fcr Bewusstseinsforschung in Wien, unter Einbeziehung von Teilen meines alten wissenschaftlichen Netzwerkes. Diese kleine, doch vollkommen unabh\u00e4ngige Einrichtung trug bereits den Keim einer neuen Integralit\u00e4t in sich, wenn auch noch mit vielen Fehlern pers\u00f6nlicher wie struktureller Art behaftet.<\/p>\n<p>In diesem Rahmen lernte ich im Fr\u00fchjahr 2016 Elmar Sch\u00fcbl kennen und mit ihm Jean Gebser &#8211; und erkannte viele meiner Experimente und \u201eVer-r\u00fcckt-heiten\u201c nicht nur als Irrwege und Fehleinsch\u00e4tzungen, sondern als durchaus sinnhafte Schritte zu einem integralen Bewusstsein.<\/p>\n<p>Heute sage ich: lieber sp\u00e4t als nie.<\/p>\n<p>Denn mit dem f\u00fcr mich nunmehr \u201eneuen\u201c Jean Gebser taten sich zahl- und umfangreiche Kl\u00e4rung meines lebenslangen Suchens und Strebens auf:<\/p>\n<p>Ich lernte neu zu unterscheiden, wie und welche Bewusstseinsstrukturen unsere menschliche Konstitution begr\u00fcnden, lernte das Magische viel klarer von Mythischen zu unterscheiden, lernte die Bedeutung des Ich als ein Dazwischen-Gestelltes zwischen (innerem) Wesen und (\u00e4u\u00dferer) Realit\u00e4t zu verstehen.<\/p>\n<p>Ich lernte Gebsers Unterscheidung in effiziente und defiziente Auswirkungen von Bewusstseinsstrukturen und die gesellschaftlichen Dynamiken des Umgangs damit &#8211; was meine seit meiner Jugend bestehende gesellschaftskritische Grundhaltung in einen neuen, viel weiteren Kontext stellte;<\/p>\n<p>ich lernte meinen als durchaus angebracht anzuerkennenden Widerwillen \u00fcber die so allm\u00e4chtig scheinende Dominanz des Rationalen als defiziente Auswirkung der mental-rationalen Bewusstseinsstruktur zu verstehen;<\/p>\n<p>ich konnte meine jugendliche Begeisterung am maoistischen Marxismus-Leninismus, dem ich ein paar wenige Jahre angehangen war und die bald in ein r\u00fcdes Abwenden mit darauffolgendem jahrelangen und m\u00fchsamen inneren Aufarbeiten dieser \u201eEnt-Geisterung\u201c m\u00fcndete, ein neues, qualitativ h\u00f6chst beeindruckendes und fundamentales Kritikelement hinzuf\u00fcgen: die Einsicht in die Vermischung von Polarit\u00e4t und Gegensatz, wo beides doch unterschiedlichen Bewusstseinsstrukturen bzw. -frequenzen entspringt &#8211; dank der bewundernswerten Unterscheidungskraft Gebsers in \u201eVerbeugung vor Laotse\u201c;<\/p>\n<p>und ich lernte \u201elichtende\u201c Anleitungen f\u00fcr die eigene Bewusstseinsarbeit wie die von Sch\u00fclern, Klienten und Weggef\u00e4hrten kennen &#8211; als vielleicht wichtigsten Impact f\u00fcr die Bewusstseinsarbeit, erlaubt es doch, zwischen \u201er\u00fcckw\u00e4rtsgewandter, regressiver Esoterik\u201c und \u201eichfreiem integralen Bewusstsein\u201c zu unterscheiden und andere dabei begleiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Denn die in den letzten Jahren immer wilder ausufernde esoterische Weltbehandlung war mir immer ein Gr\u00e4uel gewesen. Im Seminarzentrum Focus hatten wir ja immer wieder Lehrer und Meister aus allen Kontinenten zu Gast. Manche deren Lehren und \u00dcbungen waren von diesen esoterischen Ausw\u00fcchsen durchwoben gewesen, die Gebser als \u201ematerialistischen Betrug\u201c (S. 243) bezeichnet, und manchmal waren sie getragen von dem, was Gebser \u201eSelbstbefreiung, Gl\u00fcckseligkeit und Welt\u00fcberwindung\u201c nennt (S. 244).<\/p>\n<p>Erst im Nachhinein, nach Jahrzehnten des st\u00e4ndigen Konfliktes mit Psychedelik-Szenen und ihrem sich Verlieren und Entr\u00fccken in narkotischen R\u00e4uschen, des endlosen Konfliktes mit der \u00fcberall verbreiteten Verwechslung von Ichlosigkeit mit Ichfreiheit, dem heute allgegenw\u00e4rtigen r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt esoterischen und postmodern beliebigen Eklektizismus, des permanenten und so erm\u00fcdenden Konfliktes mit der Unwilligkeit zur harten wie absichtslosen Arbeit an sich selbst (S. 238), des \u201et\u00e4glichen J\u00e4tens\u201c (S. 235), dem so faulen Verzicht auf Reifung und \u00dcberwindung seiner selbst und stattdessen eine Selbstaufgabe als defiziente Mystik anzustreben, die verwirrende Verwechslung von Samadhi (irrational!) mit Satori (arational!) (S. 238) &#8211; all das geriet mir durch Gebsers Benennung des\u00a0<em>\u00dcberweltlichen Bewusstseins<\/em>\u00a0(des\u00a0<em>Letztwirklichen<\/em>, S. 236,\u00a0<em>Geistwesens<\/em>,\u00a0<em>Urgrund<\/em>, eben:\u00a0<em>Wesen<\/em>) zur \u00a0Wohltat und zur Befreiung von all den Konflikten. Die chronische Verzweiflung beim Versuch, dies alles in mental-rational definierbare Kategorien \u00fcberzuf\u00fchren, was letztlich immer Scheitern musste, war aufgel\u00f6st durch die so ausf\u00fchrlichen wie klaren\u00a0 Anleitungen zur Bewusstwerdung. Denn die Teilhabe am Weltganzen hat das integrale Bewusstsein zur Voraussetzung (S. 244).<\/p>\n<p>So war es denn auch die Dimension der Transparenz, die Gebser so genannt hatte, die mich \u00fcber alles ber\u00fchrte &#8211; gerade weil Gebser dies niemals spirituelle Dimension nannte. Der esoterische Philosoph Ken Wilber, der ein scholastisches Stufenmodell der Bewusstseinsevolution propagiert, hatte schon in den 1980er Jahren von Gebser abgeschrieben, und noch dazu falsch und verdreht. Gebser verwendet den Begriff Struktur oder Frequenz statt des mental-rationalen Stufen-Raum-Konzeptes, f\u00fcr Gebser ist es nicht Evolution, sondern permanent (an)wesendes\u00a0<em>advaita<\/em>\u00a0und\u00a0<em>anatta<\/em>.<\/p>\n<p>So also Gebsers Lehren f\u00fcr mich: Leben als\u00a0<em>\u201et\u00e4tige Auseinandersetzung mit des Lebens Misshelligkeiten und Leiden und Dankbarkeit f\u00fcr die uns \u00fcbertragene Sch\u00f6nheit und Weisheit\u201c<\/em>\u00a0(S. 220); eine bewusste Integration der \u201eSowohl-als-auch\u201c-Struktur\u201c, welches die heutige dualistische \u201eEntweder-oder\u201c-Alternative in der Denkweise\u00a0<em>um die \u201earationale \u201eDenk\u201c-M\u00f6glichkeit und Bewusstseinsstruktur<\/em>\u00a0bereichert. (S. 229).<\/p>\n<p>Und von ganzem Herzen stimme ich zu wenn er sagt (S. 230), die\u00a0<em>vornehmlichste Leistung f\u00fcr das kommende Zeitalter<\/em>\u00a0m\u00fcsse genau diese Verwirklichung sein. Dieser\u00a0<em>Transparenz des Letztwirklichen<\/em>\u00a0kann man sich weder rauschhaft ergeben, noch sie erf\u00fchlen noch rational erdenken, sondern\u00a0<em>nur ihrer gewahr sein<\/em>. Es ist also keine \u201eunio mystica\u201c, wie ich lange Zeit glaubte, sondern das\u00a0<em>advaita der Nicht-Zweiheit<\/em>.<\/p>\n<p>Die Dimension der Transparenz, die Gebser gerade in diesem 3. Band auftut, verbindet (integriert) einen Karlfried Graf D\u00fcrckheim, einen Meister Eckehart, einen Sri Aurobindo und einen Daisetz Teitaro Suzuki mit lichter Klarheit und beeindruckender Eleganz:\u00a0<em>Das Licht der Transparenz, die keine \u201eLichterscheinung\u201c ist\u00a0<\/em>und nichts mit mystisch-schw\u00e4rmerischen Unifikationsrausch oder bewusstseinsschw\u00e4chend-magischer Einigung zu tun hat.<\/p>\n<p>Statt dessen fordert er ein t\u00e4gliches Arbeiten (<em>\u201eJ\u00e4ten\u201c<\/em>)<em>\u00a0ohne nach gro\u00dfen Erfahrungen zu schielen<\/em>.\u00a0<em>Wir d\u00fcrfen es nicht um unser selbst willen tun<\/em>,\u00a0<em>um der Manifestation des \u00fcberweltlichen Bewusstseins teilhaftig zu werden. Dies ist die geistige Kraft der Menschheit, die verwirklichte Transparenz.\u00a0<\/em>(S. 236)<\/p>\n<p>Das will ich meine bewusste Heimat, meinen Urgrund sein lassen.<\/p>\n<p>Dieses\u00a0<em>neue Bewusstsein<\/em>\u00a0(S. 241) will ich tragen und wirken lassen\u00a0<em>zur konsequenten Ausgestaltung<\/em>\u00a0<em>unserer bisherigen Bewusstseinsm\u00f6glichkeiten\u00a0<\/em>(S. 244). Unter Akzeptanz des\u00a0<em>mitkonstituierenden Mitwirkens\u00a0<\/em>der archaischen, magischen und mythischen Strukturen, um Klarheit zu erlangen\u00a0<em>durch st\u00e4ndige und kl\u00e4rende Arbeit an sich selber<\/em>\u00a0&#8211; wozu keiner ja so unbedingt von vornherein bereit ist.<\/p>\n<p>Letztlich:\u00a0<em>Zur Teilhabe am Weltganzen<\/em>\u00a0(S. 247).<\/p>\n<p>Dies als weit und doch nicht vollst\u00e4ndig gefassten Abriss von den Wellen, die von Jean Gebser ausgehend in meinem Leben gewirkt haben und noch immer wirken.<\/p>\n<p>Wie hat dies alles nun in mein \u201e\u00e4u\u00dferes\u201c Wirkfeld hineingewellt?<\/p>\n<p>In den letzten Jahren ganz klar in der Akademie f\u00fcr Bewusstseinsforschung &#8211; die ich ja immer noch viel mehr als Pilotprojekt sehe denn als Institution. Von der Vision bis zu den wissenschaftlichen Grundlagen und dem jeweiligen Programm den Geist Gebsers hineinzuwirken bedarf noch einiger M\u00fche &#8211; nicht nur f\u00fcr mich, sondern auch oder besonders f\u00fcr jene jungen Anthropologen, die h\u00e4ufig dazu neigen, die Bewusstseinsstrukturen fr\u00fcherer, v.a. indigener Kulturen als die \u201ebesseren\u201c zu betrachten, ohne den regressiven Charakter ihres Tuns zu sehen.<\/p>\n<p>Dabei hat sich gezeigt, dass die meisten der akademischen Bewusstseinsforscher, v.a. diejenigen unter 35, 40 Jahren, gar nicht so viel Eigenpraxis betreiben wollen &#8211; sie bleiben lieber mental im Kopf denn sich hartes \u201eJ\u00e4ten\u201c des eigenen Bewusstseinsgartens anzutun \u2026. auch da habe ich noch einige Runden zu wirken\u2026.<\/p>\n<p>So entstand dann auch 2017 die Schule f\u00fcr Bewusstsein als genau jener Raum f\u00fcr Praxis, \u00dcbung und Arbeit an sich selber, die in der so ausschlie\u00dflich mental ausgerichteten akademischen Welt (die ich manchmal sp\u00f6ttisch auch \u201eAkademenzia\u201c nenne) so schwierig zu platzieren ist. Und dies &#8211; wie k\u00f6nnte es anders sein &#8211; als ein gemeinsames \u00dcben \u201eauf dem Weg zur Integralen Bewusstseinskultur\u201c mit viel mehr Freude und\u00a0<em>Lichtung\u00a0<\/em>als im Akademischen je m\u00f6glich\u2026<\/p>\n<p>Auch im Consulting und Coaching habe ich eine durchg\u00e4ngige \u201eGebser-Linie\u201c\u00a0 etabliert: magisch\/ritualisiert &#8211; mythisch\/psychisch &#8211; mental\/rational &#8211; arational\/integral als Bewusstseinsstrukturen auch oder besonders f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte v.a. wenn sie Zukunfts-Gestaltung betreiben wollen: denn wir erschaffen Zukunft als Verwirklichung des menschlichen Potenziales in Wirklichkeit\u00a0<em>aus allen konstituierenden Bewusstseinsfrequenzen heraus<\/em>, auch wenn wir glauben, wir seien doch so \u201erational\u201c unterwegs\u2026 doch stattdessen kreieren wir Zukunft mindestens genau so sehr aus mythischen und sogar magischen R\u00fcckgriffen, allerdings unbewusst und damit unerkannt und oftmals verbogen und verzerrt. Dies zu erforschen und in meine Zukunftsstrategie-Consultings einzubauen, war eindeutig auf Gebser zur\u00fcckzuf\u00fchren, ja von ihm erst erm\u00f6glicht. So mancher meiner Studenten an mehreren Wirtschaftsuniversit\u00e4ten wurde zum Nachahmer und Weitertr\u00e4ger dieses integralen Ansatzes &#8211; was mich besonders freut, da ich damit das Werk Gebsers weitergeben und \u00fcber meine Person hinaus weiterwirken lassen konnte und kann.<\/p>\n<p>Selbst in meinem neu erworbenen Verlag\u00a0<em>evolver books<\/em>\u00a0soll die Verlagslinie von Gebser inspiriert und auch als solche kommuniziert werden: dient das zu verlegende Werk als Wegbereiter f\u00fcr das integrale Bewusstsein? f\u00f6rdert es dieses oder wirkt es dagegen? Denn als \u201ejunger Verleger\u201c will, ja muss ich diese mir selbst auferlegte \u00a0\u00a0Messlatte achten.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt will ich mich noch den Kindern einer Kindergruppe in Wien, die meine neu ins Leben getretene Frau leitet, zuwenden. Befeuert von den Gebser\u00b4schen Bewusstseinsstrukturen hat sie in den letzten Jahren ihr von Maria Montessori gepr\u00e4gtes p\u00e4dagogisches Konzept fundamental erweitert. Denn so konnte sie die Wirksamkeiten der uns Menschen konstituierenden Bewusstseinsfrequenzen auf transparente und leichte Weise wahrnehmen und weitergeben an Kinder wie Eltern wie anderen P\u00e4dagogen.<\/p>\n<p>Kinder kommen mit zweieinhalb oder drei Jahren aus der fr\u00fchen magischen Phase in den Kindergarten, verbringen dort spielend viele Stunden und ganze Tage in der magischen und mythische Welt, um dann doch auf die mentale Ich-Ausformung zugehen zu m\u00fcssen. Die (defiziente) Dominanz des Rationalen, dem v.a. die Eltern verfallen sind, steuert sie gegen, indem sie allen drei Bewusstseinswelten ausreichend Raum gibt und den Kindern diese Unterscheidungen mit ihren verschiedenen Auswirkungen und Spiel-Freuden auch vermittelt (was unerwartet leicht geht), aber auch den Eltern (was erwartungsgem\u00e4\u00df sehr schwer geht). So verbindet sie die \u201ekosmische Erziehung\u201c (Maria Montessori) mit dem Setzen erzieherischer Grundsteine f\u00fcr ein integrales Bewusstsein &#8211; bei den Kindern, aber auch bei den Eltern, und wirkt gegen verwirrende Vermischungen wie herablassendes Ver\u00e4chtlich-Machen der vor-mentalen Welten (tritt besonders bei den Eltern und Erwachsenen auf). Sie sieht es als ein Bewahren dieser konstituierenden Bewusstseinsstrukturen als integraler Teil der menschlichen Existenz, die bei den Kindern jenen Boden bereiten soll, wozu sie einmal als Teil der Menschheit werden sollen.<\/p>\n<p>Ein Zwischenergebnis dieser integralen Herangehensweise: eine \u201eGenerationenp\u00e4dagogik\u201c; die Kinder, Eltern und Gro\u00dfeltern gleicherma\u00dfen einbezieht; und ein Weitertragen der Wahrnehmung und des gelegentlichen Spielens in magischen und mythischen R\u00e4umen selbst wenn die Kinder in der Schule bereits voll auf den mental-rationalen Kurs konditioniert werden &#8211; was von allen (Kindern, Eltern und auch manchen Lehrern der Volksschulen) zwar manchmal mit Skepsis, dann aber mit gro\u00dfer Freude und Begeisterung aufgenommen wird.<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte noch viele andere Beispiele bringen, ebenfalls faszinierend und zur Zuversicht anregend, doch dies soll in weiteren Veranstaltungen, z.B. in der Akademie f\u00fcr Bewusstseinsforschung und in der Schule f\u00fcr Bewusstsein und &#8211; so m\u00f6glich &#8211; in vielen anderen Einrichtungen weitergef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr heute bedanke ich mich herzlich f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit<\/p>\n<p>und verneige mich vor Jean Gebser und seinem Werk in gro\u00dfer Hochachtung.<\/p>\n<p>Wien und Bern, am 27. Oktober 2018<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Hommage an Jean Gebser Vortrag von Rudolf Kapellner 27.10.2018 anl\u00e4sslich der Vernissage von Gebser Band III in Bern. Zuerst bedanke ich mich f\u00fcr die Einladung, bei dieser Vernissage von Jean Gebsers \u201eSpielendem Gelingen\u201c sprechen zu d\u00fcrfen &#8211; es ist mir eine gro\u00dfe Freude und auch eine gro\u00dfe Ehre. 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